icon ipoaufregend………. interessant………. spannend
Unsere Leistungsrichter waren an diesem Wochenende Hardy Meyer und Volker Sulimma. Die Prüfungsleitung hatte Silke Kowitz, übernommen.
Von den angemeldeten 13 Teams fielen leider 2 Teams wegen Krankheit kurzfristig aus. 
Nach langer Vorbereitung konnten wir dann am Samstag, den 02. April um 7:30 Uhr bei sehr kaltem Wetter, aber strahlendem Sonnenschein beginnen.
In den Vorwegen galt es Orte für die Trails auswählen, Mantrailer 3 Trails von 1000 Metern Länge ausarbeiten und für die LR zu Papier bringen, genügend Versteckperson (VPs) aussuchen, die nachmittags vor des jeweiligen Prüfungstages unter Anleitung der Organisatoren Lisa Tschoepe und Bendix Nicolaisen die Trails legten.
Die Trails sollten mind. 18 Stunden bis zur Absuche liegen, dementsprechend mussten auch die Geruchsgegenstände der VPs für die Hunde eingetütet werden. Zu guter Letzt mussten noch Fahrer, die am jeweiligen Prüfungstag die VPs zu ihrem Auffindungsort fahren mussten, organisiert werden.

Der 1. Vorsitzende des Vereins und Landesvorsitzende, Volker Sulimma begrüßte alle Anwesenden ganz herzlich freute sich, dass beim GSV Friedrichsort im DVG Landesverband Schleswig-Holstein, die allererste Landesmeisterschaft im Mantrailing durchgeführt wird. Vor ein paar Jahren hätte niemand daran gedacht, dass jemals in dieser Sparte eine Landesmeisterschaft stattfinden könnte. Er wünschte allen Prüflingen viel Glück und ein erfolgreiches Wochenende.

Nach dem Frühstücksbuffet wurde die Startreihenfolge ausgelost und bei den Hunden wurde die Identität und die Unbefangenheit überprüft – die Nervosität der Hundeführer stieg jetzt sichtlich an. Dann ging es für die zwei Vormittagsgruppen in verschiedene Kieler Ortsteile zum Trailen. Nach dem Mittagessen ging es dann für die beiden Nachmittagsgruppen los. Wer jetzt glaubt Trailen wäre einfach, der irrt gewaltig, denn einige Ablenkungen kann man einfach nicht trainieren und wenn nach 18 Stunden Liegezeit an einer viel befahrenen Kreuzung der Individualgeruch der VP in alle Himmelsrichtungen geweht wird, stößt so mancher Hund an seine Grenzen.
So geschah es auch am Samstag, insgesamt gab es drei Trail Abbrüche, die Hunde hatten einfach den Trail verloren, bzw. fühlten sich auf dem verkehrten Weg sehr sicher – hier ist dann bei der MT3 nach 150 Metern Schluss – Abbruch!

So manche Schwierigkeit muss gemeistert werden. Nicht nur der Straßenverkehr ist herausfordernd, die Fußgängerwege werden ja auch von allen möglichen Menschen benutzt und plötzlich spielen hinter einem Zaun kreischende Kinder Fußball – hier würde der Hund bestimmt gerne mitmachen. Auf der Wiese nebenan springen plötzlich erschreckt die Kaninchen hoch, als sie den Hund sehen, und rennen davon. Plötzlich rauscht ein Skateboardfahrer vorbei. Dann die üblichen Begegnungen mit freilaufenden und pöbelnden Hunden, kleinen Kindern, die nur mal den süßen Hund streicheln wollen, aber auch Menschen die Angst vor Hunden haben – es heißt Rücksicht nehmen – eben alltägliches.

Gegen 15 Uhr waren dann auch die letzten Trails abgesucht und es ging zurück ins Vereinsheim, wo Kuchenbuffet und der Kaffee warteten.
Für die Prüflinge war der erste Prüfungstag beendet und das Orga-Team konnte mit den VPs die Trails für den nächsten Prüfungstag legen.

Der 2.Prüfungstag verlief analog zum Samstag, nur die Sonne verzog sich immer mal wieder und es kamen dunkle Wolken auf, aus denen es mal mehr und mal weniger regnete. Nach der Auslosung ging es los, in anderes Prüfungsgelände – was wohl heute wieder für Überraschungen auf die Trailer zukommen?
Interessant war es mittags sich mit den zurückgekehrten Hundeführern zu unterhalten, die ihre Leistung und die vergebenen Punkte realistisch einschätzten.
Gegen 15 Uhr waren dann auch die letzten Sportler aus dem Prüfungsgelände zurück.
Es gab glückliche und betrübte Gesichter, es war auch am Sonntag, vom Vorzüglich bis zum Abbruch des Trails, wieder alles dabei.

Nicht alltäglich war an diesem Wochenende, dass eine VP – die vor einem Altenheim auf einer Bank saß – ständig von Spaziergängern und sogar von Heimbewohnern gefragt wurde, ob sie Hilfe braucht.
Es gibt sie noch, die aufmerksamen Mitmenschen.

Pünktlich, kurz vor 16 Uhr, konnten wir mit der Siegerehrung beginnen. Hierzu hatten wir den Spielmannszug NDTSV Holsatia – Kiel angeheuert. Der Spielmannszug vorweg marschierten Funktionäre, Starter, VPs und alle Helfer auf den Platz – es sah einfach nur großartig aus und die Zuschauer auf der Terrasse klatschen im Takt zur Musik.
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1. Platz Anke Schröder 
GSV Friedrichsort mit Balu Mix Rüde
98-96 gesamt 194 - vorzüglich

2. Platz Thomas Ageley
HSV Schleswig mit Heimdall Min. Amer. Shephard Rüde
88-95 gesamt 180 - sehr gut

3. Platz Linda Fölsch
GSV Friedrichsort mit Alvaro Rottweiler Rüde
80-93 gesamt 173 - gut

Mein Fazit: es war ein rundum gelungenes Wochenende! Alles lief reibungslos wie am Schnürchen, der GSV Friedrichsort e.V. hat vorzüglich für das leibliche Wohl gesorgt und die positiven Rückmeldungen der Starter und Gäste bestätigten meinen Eindruck.

Der Mantrailing Sport boomt, bekommt immer mehr Zulauf. Dass es so ist, ist kein Zufall, denn der Sport ist dem Hund auf die Nase zugeschnitten. Wir freuen uns schon auf die Landesmeisterschaft 2023 – vielleicht in einem anderen Verein in Schleswig-Holstein.

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