Die Chronik für VPG und FH ist aktualisiert; die restlichen Sparten werden zur Zeit überarbeitet... bitte noch etwas Geduld bis die Aktualisierung erfolgt ist

 

Wie es begann ...

Vom Vorstand des Landesverbandes beauftragt, habe ich versucht, eine Chronik zu erstellen. Diese Aufgabe ist sicher nicht leicht zu bewältigen, aber packen wir es an.
Am 19.März 1948 schlossen sich die Sportfreunde der 6 in Schleswig-Holstein schon bestehenden Hundesportvereine zusammen und gründeten die Landesgruppe Schleswig-Holstein.
Vorsitzender der Landesgruppe wurde der Leiter des Polizeidiensthundwesens der Polizei Schleswig-Holstein, Sportfreund Werner Thomas. Es ist nicht genau nachzuvollziehen, um welche Vereine es sich im Einzelnen handelte. Mit Sicherheit waren dabei, der PHV Lübeck und der PHV Kiel. Da aus dieser Zeit keine Unterlagen vorhanden sind, muß ich versuchen, weitere Daten zu sammeln. Es ist anzunehmen, daß u.a. der PHV Neumünster sowie der THSV Travemünde ebenfalls zu den Mitbegründern des neuen Landesverbandes, damals noch Landesgruppe, gehörten.
Die neu gegründete Landesgruppe schloß sich dem am 8. November 1947 gegründeten DVG an.
Am 1. September-Wochenende 1949 fand die LG-Ausleseprüfung in Lübeck auf der Lohmühle statt. LR waren der damalige LV-Vorsitzende Werner Thomas aus Kiel und der Sportfreund Emil Zschernak aus der LG Weser-Ems. Teilnehmer aus Kiel waren Paul Simon mit Lack, Walter Thoms mit Rex und Irmgard Rodewald, heute Howiller, mit Bingo. An der Bundessiegerprüfung des DVG nahmen die HF P.Simon und W. Thoms teil, wobei der Hund von Thoms in der Fährte versagte.

Über die nächsten Jahre ist nicht viel zu berichten, da offensichtlich in keinem der Gründungsvereine Unterlagen aus den folgenden Jahren vorliegen. In Heft 8, Jahrgang 1950 “Der Polizei- und Schutzhund” wurde vom LG-Vorsitzenden in einer Vorschau mitgeteilt, daß am 27.8.1950 in Kiel die Landesgruppenprüfung stattfinden sollte. Es sollten voraussichtlich 10 Hundeführer aus Kiel, Lübeck und Travemünde an dieser Veranstaltung teilnehmen. LR sollte der Sportfreund Zschernak aus Bremerhaven sein. Nach einer wohl recht unfair durchgeführten LG-Prüfung 1953 in Neumünster trat der PHV Lübeck aus der LG Schleswig-Holstein aus und schloß sich der LG Hamburg an.

Aus den “Amtlichen Mitteilungen” Heft12/1953 des “Polizei-und Schutzhund” geht hervor, daß der LG Schleswig-Holstein mit Stand vom 1.11.1953 8 Zweigvereine mit 212 Mitgliedern angehörten. Es waren dies die ZV Eutin mit (18), Friedrichsort (22), Kiel (63), Neustadt (15), Neumünster (31), Oldenburg i.H. (10), Rendsburg (17) und Travemünde (36) Mitgliedern.
Mit dem 1.1.1961 schloß sich der PHV Lübeck unter seinem damaligen 1. Vorsitzenden, Sportfreund Rudi Büker, wieder der LG Schleswig-Holstein an. Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein war von der Gründung im Jahre 1948 bis zur JHV 1967 Sportfreund Werner Thomas. Für seine Verdienste um den Hundesport wurde Werner Thomas mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Von 1967 bis zum Jahre 1993 war dann Sportfreund Rudi Büker 1. Vors. der Landesgruppe. 1959 gab es in Schleswig-Holstein 8 ZV mit 257 Mitgliedern. 1960 waren es dann 259 Mitglieder in 6 Vereinen. Von 1961 bis 1968 waren es jeweils 8 Vereine mit schwankenden Mitgliederzahlen zwischen 346 und 440 Mitgliedern. Von 1969 bis 1974 waren es 9 bis 11 Vereine mit Mitgliederzahlen zwischen 396 und 642 Mitgliedern. Eine größere Steigerung gab es dann ab 1975, in diesem und im nächsten Jahr gehörten der Landesgruppe 16 Vereine mit 707, bzw. 927 Mitgliedern an. 1977 wurde dann erstmals die 1000er Grenze, mit nunmehr 19 Vereinen und 1105 Mitgliedern, überschritten. Von nun an gab es eine stetige Steigerung. Bis zum Ausscheiden des Landesgruppen-, jetzt allerdings Landesverbandsvorsitzenden Rudi Büker aus dem Vorsitz des LV im Jahre 1993 gehörten dem Landesverband 28 Vereine mit 1644 Mitgliedern an. Mit einer Dienstzeit von 26 Jahren als Landesgruppen-, bzw. Landesverbandsvorsitzender war er mit Sicherheit einer der dienstältesten Vorsitzenden eines Landesverbandes. Auf der Delegiertentagung 1994 wurde Sportfreund Büker für seine langjährigen Verdienste im Hundesport, aber speziell im Landesverband Schleswig-Holstein, zum Ehrenvorsitzenden des LV ernannt.
Seit 1993 ist nun der Sportfreund Horst Nell Vorsitzender des LV. In der Zwischenzeit gehören dem Landesverband 32 Vereine mit 2234 Mitgliedern an.
Auf der Delegiertentagung im Februar 2000 trat Sportfreund Nell aus Rücksicht auf den schlechten Gesundheitszustand seiner Frau Marlis zurück.
Burkhard Welske wurde zum neuen Landesvorsitzenden gewählt.

Bedingt durch die gestiegene Mitgliederzahl, starten für den Landesverband seit 1971 jeweils 2 Hundeführer bei DVG-Bundessiegerprüfungen, bzw. Deutschen Meisterschaften, seit 1997 sind es sogar 3 Hundeführer. Auch auf dem sportlichen Sektor hatte unser Landesverband in seinem bisherigen Bestehen einiges zu bieten. Beim Blättern in den alten Mitteilungsblättern des DVG, “Der Polizei-und Schutzhund”, ist in Heft 12/1962 in der Rubrik “Aus Richterberichten” u.a. zu lesen: 14.10. Neumünster: Besonders erwähnenswert, Opa Scharbeutz, 90 Jahre alt, wohl der älteste Hundeführer der Bundesrepublik, er führte seinen Hund mit “Gut” vor. Oder aus Heft 6/1968: Kiel: angemeldet und geführt 7 Hunde, Ergebnis: Sehr gut 1, usw. Tagessieger Sultan, Führer und Besitzer Hans-Jürgen Freitag (14 Jahre), 273 Punkte.

Für die Unterstützung bei der Erstellung dieser Landesverbands-Chronik bedanke ich mich bei:

Sportfreund Rudi Büker, Ehrenvorsitzender des LV,
Sportfreund Udo Meier, HSG Timmendorfer Strand und der
Sportfreundin Claudia Elsner, GHV Flensburg.

Erwin Lübke
Geschäftsführer LV S-H

Besondere sportliche Erfolge von Hundeführern des LV Schleswig-Holstein im Gebrauchshundsport (SCHH/VPG):

Der Sportfreund Fritz Luksch wurde mit seiner Hündin Blanka in den Jahren 1961 bis 1963 DVG-Bundessieger, jeweils mit 291 Punkten. Sicher eine einmalige Leistung.
Der erfolgreichste Hundeführer des Landesverbandes bis zum heutigen Tage ist der Sportfreund Hans-Jürgen Freitag, der einmal (1973) mit dem Hund eines Vereinskollegen erfolgreich an einer Bundessiegerprüfung teilgenommen hat und in den Jahren von 1984 bis 2013 nahm er mit sechs selbst ausgebildeten Hunden 12 x erfolgreich an der Deutschen Meisterschaften (dhv) und 1x erfolgreich an der VDH Deutschen Meisterschaft teil.

Die herausragenden Ergebnisse:
1984 Deutscher Meister (dhv) mit Ex v.d. Kopperpahler Allee, 293 Punkte,
1985 5. Platz (dhv) mit Ex v.d. Kopperpahler Allee, 291 Punkte,
1994 3. Platz (dhv) mit Sina v. Löwenfels, 288 Punkte,
dazu kommen noch 1986 und 1987 mit Ex jeweils ein sehr gut mit 285 bzw. 282 Punkten, 1989 und 1990 mit Condor v. Forstkamp jeweils ein sehr gut mit 280 bzw. 279 Punkten, 2001 mit Don v.d. Kopperpahler Allee, 273 Punkte bei der Deutschen Meisterschaft (dhv).

Recht erfolgreich war auch Udo Meier mit seinem Rocco v. Horster Dreieck, diese beiden waren 2 x Teilnehmer der Deutschen Nationalmannschaft des VDH und wurden 1989 mit der Mannschaft Europameister der FCI in Frauenfeld, Schweiz.

Schutzhunde, VPG-Hunde, und Hunde im Gebrauchhundesport

Die Landessieger, bzw. 2. und 3. Plätze der Landessiegerprüfungen und somit Teilnehmer des LV Schleswig-Holstein an DVG-Bundessiegerprüfungen, jetzt Deutschen Meisterschaften sind auf der Tabelle in einem neuen Fenster nach einem Klick hier. Die Erstgenannten der Tabelle sind jeweils Sieger der jeweiligen LV Meisterschaft.

Fährtenhunde

Neben dem Schutzhundsport wurden in Schleswig-Holstein ab ca. 1964 die ersten Hunde in der Fährtenhundprüfung geführt. (Nach neuen Informationen soll schon ca. 1950 ein HF im Raum Kiel eine FH-Prüfung abgelegt haben.)
Einer der ersten Hundeführer in dieser Sportart war Erwin Lübke mit seinem Hasso. Wie aus alten Unterlagen hervorgeht, wurde von diesem Team im Oktober 1966 die erste FH-Prüfung mit 95 Punkten abgelegt. Die erste Landesgruppen-Fährtenhundprüfung wurde vom PHV Neumünster am 29.09.1968 ausgerichtet.
Zu dieser Veranstaltung hatten sich 6 Teilnehmer gemeldet. Folgende Werturteile wurden vergeben: 1 x sehr gut, 1 x gut, 1 x befriedigend und 3 x ohne Ausbildungskennzeichen. Landessieger wurde Erwin Lübke mit Hasso, mit 90 Punkten.

In den Folgejahren bestand dann nicht allzuviel Interesse an dieser neuen Sportart. So mußte z. B. die für 1969 vorgesehene Fährtenhundprüfung auf Landesebene abgesagt werden, da sich hierfür nur zwei Hundeführer, E. Lübke und G. Wende, beide PHV Neumünster, gemeldet hatten. Erst 1971 wurde dann die nächste Veranstaltung dieser Art ausgeführt. Im Laufe der Jahre wurde aber auch die LV-Fährtenhundprüfung fester Bestandteil im hundesportlichen Geschehen des Landesverbandes. So hatten sich z.B.1977 14 Teilnehmer für diese Veranstaltung gemeldet. Es gab dann natürlich immer wieder Schwankungen in der Zahl der Teilnehmer. In den Jahren 1987 bis 1996 waren es immer ca. 20 Teilnehmer. Die Höchstzahl wurde in den Jahren 1991 und 1992 mit 24 bzw. 25 Teilnehmern erreicht.

Im November 1995 wurde in Schleswig-Holstein der erste Fährtenhund in der neu geschaffenen Fährtenhundprüfung 2 geprüft, es war dies der Schäferhund Yasso v.d. Kopperpahler Allee, geführt von Renate Ried, das Team erzielte 98 Punkte. Auf der DM der Fährtenhunde erreichte R. Ried mit Yasso 137 Punkte, von 20 Teilnehmern den 9. Platz. Im Jahr 2000 wurden erstmals sechs Hunde in der FH 2 bei der LV-Fährtenhundmeisterschaft geführt. Landessieger siehe Tabelle im neuen Fenster nach einem Klick hier

Turnierhundsport

Ab 1988 wurde dann in Schleswig-Holstein erstmalig ein LV- Breitensportturnier durchgeführt, allerdings liegen keine Unterlagen vor. Zur Liste der THS Landessieger und Teilnehmer an DVG und dhv Meisterschaften in einem neuen Fenster als pdf Datei hier klicken

Agility

Seit 1993 wurde in Schleswig-Holstein mit Agility eine weitere Hundesportart eingeführt und betrieben. Die ersten Vereine, die diese damals relativ neue Sportart in ihrem Programm aufnahmen waren der THSV Travemünde und der GHV Flensburg. Es folgte dann der PGHV Kiel-Süd. Inzwischen wird Agility in weiteren Vereinen des LV angeboten.
Ab Frühjahr 1994 nahmen die ersten Schleswig-Holsteiner an Turnieren in anderen Landesverbänden teil.
Ab 1995 traten Agility-Sportler neben den Veranstaltungen im Landesverband auch bei Deutschen Meisterschaften, Europameisterschaften und Weltmeisterschaften teil.
Für die Auflistung einiger herausragenden Ergebnisse in einem neuen Browserfenster hier klicken

Obedience

Auf der Delegiertentagung des Landesverbandes am 08. Februar 2004 in Wasbek, wurde beschlossen, Obedience als weitere Sparte im Hundesport aufzunehmen. Obfrau für Obedience wurde Ursula Enderich.
Die erste Landesmeisterschaft in dieser in Schleswig-Holstein neuen Sportart wurde am 24.04.2005 beim HSV Schleswig durchgeführt.

Als nächste Veranstaltung folgte dann die VDH-DM am 12. März 2005 in Kamen, hier kam Claudia Elsner mit Eric v. Blumenhof auf den 8. Platz und qualifizierte sich mit diesem Ergebnis für die Teilnahme an der Europa-Meisterschaft, wo sie in der deutschen Mannschaft startete. Bei der EM in Stockerau (Österreich) belegte die Deutsche Mannschaft den 10. Platz.

Es ist schon bemerkenswert, wenn in einer erst vor kurzem im LV eingeführten Sportart, von einer Hundeführerin in zwei aufeinander folgenden Jahren die Deutsche Meisterschaft gewonnen wird.

Seitdem fand Obedience nicht nur weiterhin regen Zulauf in den Vereinen, es etablierten sich auch weitere sehr erfolgreiche Hundespoprtler.

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